Impressionen vom Ökumenischen Kirchentag in München (13. – 16.05.2010)

Im Zentrum Familie fand am 13.05 die von der Evang. BAG vorbereitete Veranstaltung „Wenn Kinder nach Gott und der Welt fragen – Wertebildung und Werteerziehung zwischen Wissenschaft und Praxis“ statt.

 

Claudia Guggemos, die den erkrankten kath. Theologen Prof. Albert Biesinger vertrat und der evang. Theologe Prof. Friedrich Schweitzer (beide Tübingen) diskutierten unter fachkundiger Leitung des Schwerter Pastors Ulrich Walter vor etwa 200 Besucherinnen und Besuchern, was Kinder brauchen, wenn sie nach „Gott und der Welt fragen“.

 

Besucherinnen und Besucher in Aktion zum Lied „Habt ihr es noch nicht entdeckt“

 

 


Claudia Guggemos berichtet über einen Malwettbewerb für Grundschulkinder

 

 

 

 

 

 


Besucherinnen und Besucher in Aktion zum „Händelied“

 

 


Claudia Guggemos und Friedrich Schweitzer
Auch der Glaube ist nicht allein
Es ist der Glaube aber eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht
Hebr 11,1

Gerade in dieser Frühlingszeit kann der Glaube an den Schöpfer von Himmel und Erde neue Kraft und neue Lust bekommen. Die Schönheit der Natur und die Helligkeit des Tages lassen michauf Gott vertrauen. Auch wenn da natürlich Dinge sind, die mich irritieren. Die Toten im Irak und Afghanistan, die sprudelnden Ölquellen im Golf von Mexiko, die von heiligen Händen gequälten Kinder. Offensichtlich stellt sich auch der Zweifel ein, wenn ich über den Glauben nachdenke. Und dann bin ich gefragt, mit meinen Möglichkeiten mich an die Seite des Glaubens zu stellen, und dazu beizutragen dass Leben und Hoffnung wieder möglich werden.

OKR Kurt Triebel, BAG-Vorstandsvorsitzender
Mai 2010

 

Bundeskanzleramt empfängt Vertreter/innen der Jugend- und Familienhilfe in Berlin

Unter dem Motto "Gemeinsam geht´s - Profis helfen Eltern und Kindern" veranstaltete das Kanzleramt erstmals
eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Kinder- und Jugendhilfe sowie Eltern- und
Familienbildung. Ein Novum im Bundeskanzleramt, wie die Kanzlerin bestätigte: "Es ist eine der unüblicheren
Veranstaltungen im Bundeskanzleramt, aber für uns, die wir heute Gastgeber sein können, eine spannende
und schöne." Die Podiumsdiskussion wurde live im Fernsehen übertragen. Die Kanzlerin wirkte sehr aufgeschlossen und gab im Gespräch auch ganz persönliche Lebens- und Kindheitserfahrungen preis.
 
 
Kinder sind keine Ware – Gemeinsame Stellungnahme von 60 Verbänden

Fachverbände der Kinder- und Jugendhilfe, Verbände, die sich in Deutschland für die Umsetzung der Rechte
des Kindes einsetzen, und im Bundesforum Familie zusammengeschlossene Verbände protestieren scharf
gegen die geplante RTLSerie Erwachsen auf Probe, in der Eltern ihre Kinder für mehrere Tage in einem
kameraüberwachten Haus an Jugendliche abgeben. Hier sollen noch minderjährige jugendliche Paare den
Alltag mit Kindern hautnah erfahren, damit ihnen klar wird, was frühe Elternschaft bedeutet – so die Intention
des Senders. Es beginnt mit Babys, dann folgen Kindergartenkinder, Schulkinder und „Halbstarke“. Die
unterzeichnenden Verbände sehen in diesem Experiment ein erhebliches Risiko, gerade für die Babys, die
ohne Not einem erheblichen Stress ausgesetzt wurden. Allen Kindern drohen in der angespannten Atmosphäre
des Drehortes schwere Belastungen – die Anwesenheit einer Alibi-Psychologin nützt da gar nichts.
Die Jugendlichen, die die Kinder „erziehen“ sollen, sind selbst noch minderjährig, kommen aus belasteten
Lebensumständen und müssen selbst vor öffentlicher Zurschaustellung geschützt werden. Die Fachleute
fordern die zuständigen Jugendämter auf, hier aktiv zu werden, mit den betroffenen Eltern zu sprechen und
notfalls einzuschreiten. Die Rechte der Kinder auf Schutz und Förderung ihrer Entwicklung haben einen
höheren Stellenwert als Elternrechte, die nicht im Interesse der Kinder wahrgenommen werden. Wenn Eltern
ihren (von ihnen abhängigen) Kindern so etwas zumuten, bedürfen sie selbst der Unterstützung für ihre Erziehungsaufgabe. Vor allem aber ist nach Auffassung der Verbände eine Kontrolle der Medien gefragt. Kinder
zur Erhöhung der Einschaltquoten im Fernsehen zu prostituieren, ist sittenwidrig und hat mit Pressefreiheit
nichts zu tun. Kinder sind keine Ware. Der angebliche Zweck der Sendung, Jugendliche auf das Leben mit
Kindern vorzubereiten, greift nach Ansicht der Fachverbände zu kurz: Kinder sind mehr als Stressfaktoren,
sie brauchen verlässliche und verantwortungsvolle Beziehungen. Diese zu gestalten, ist für sehr junge Eltern
eine besondere Herausforderung. Kinder wie Gegenstände auszuleihen, ist aber genau das falsche Signal.
 
Welcome Online Neked Login Impressum Adobe Reader